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10.03.2025

Bronze und deutscher Hallenrekord: Till Steinforth in Rekord-Siebenkampf phänomenal

Till Steinforth macht Bronze und Rekord perfekt

Über sechs Disziplinen hatte sich der Siebenkampf auf Rekordniveau zugespitzt, über 1.000 Meter folgte der Showdown: Mit sechs Athleten unter 2:37 Minuten brachte das Rennen ein Feuerwerk an Topleistungen. Und an der Spitze einen neuen Hallen-Europarekord! Sander Skotheim packte im Vergleich zu Tallinn (6.484 pt.) in Summe und auch in der abschließenden Disziplin noch eine ordentliche Schippe drauf, stellte in 2:32,72 Minuten einen neuen Meisterschaftsrekord auf und krönte sich mit 6.558 Punkten zum neuen Hallen-Europameister. Mit neuer Bestleistung von 2:41,76 Minuten überbot dahinter auch Simon Ehammer (6.506 pt) die 6.500-Punkte-Marke und damit den alten Hallen-Europarekord.

Und dann? Ging es um Zehntel und Pünktchen. Mit dem Happy End für Till Steinforth: Auch er rannte in 2:36,69 Minuten schnell wie nie, auch er war auf Rekordniveau unterwegs: Mit 6.388 Punkten überbot er den deutschen Hallenrekord von Leo Neugebauer um 41 Zähler und holte sich die Bronzemedaille der Hallen-EM. Die Augen hatte er dabei stets auf die Fersen von Johannes Erm geheftet. Dieser gab alles, um sich noch auf den Bronzerang zu schieben, 2:33,09 Minuten brachten ihm schließlich ebenfalls einen pfeilschnellen Hausrekord und Siebenkampf-Bestleistung von 6.380 Punkten, aber acht Zähler zu wenig für das Podium. Bronze durch Till Steinforth war die erste deutsche Hallen-EM-Medaille seit Silber durch Arthur Abele (6.279 pt.) vor zehn Jahren in Prag.

Auf den Plätzen zehn und elf beendeten Tim Nowak und Marcel Meyer den Siebenkampf. Auch sie konnten am Ende der zwei Tage noch einmal über zwei Einzelbestleistungen von 2:35,77 und 2:36,69 Minuten jubeln. Unterm Strich gingen sie mit zwei neuen Saison-Bestleistungen von 5.913 und 5.882 Punkten aus dem Siebenkampf der Hallen-EM, bei dem beide sich durch Höhen und Tiefen kämpfen mussten.

Stimmen zum Wettbewerb:

Till Steinforth (SV Halle):
"Wie ich jetzt am Ende noch eine 2:36 laufen konnte, weiß ich auch nicht. Ich bin sprachlos. Die Beine wollten nicht mehr, der Kopf tat gar nicht so doll weh, muss ich sagen – der war schon halb im Ziel, die Beine waren ein bisschen hintendran. Aber ich habe einfach auf Johannes geschaut, und dann kam Tim an mir vorbei, das hat mir auch noch mal einen Schub gegeben. Der deutsche Rekord war auf jeden Fall das Ziel! Ich wusste, dass so eine Punktzahl fallen muss, wenn ich vorne mitspielen will. Daher habe ich immer ein bisschen dran gedacht, aber zugleich habe ich mich auf jede Disziplin konzentriert. Beim Mehrkampf ist es immer ein Auf und Ab, da gibt es immer Leistungen, die besser sind und Leistungen, die schlechter sind. An diesem Wochenende war der Weitsprung besonders wichtig, da bin ich in diesem Jahr noch nicht so weit gesprungen."


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